Bäckeraktion traditionell in Fußgängerzone mit leckeren gespendeten Backwaren eröffnet – Vier regionale Hilfsorganisationen als Begünstigte

Von Armin Seibert

Bad Kreuznach. Wenn es ihn nicht schon seit 42 Jahren gäbe, müsste er erfunden werden – der Brotpfenniglauf der Bäckerinnung von Kirn nach Bad Kreuznach. Traditionell wurde die Aktion mit einem zweitätigen Backwarenverkauf an der Ecke Mannheimer Straße/Hospitalgasse mit großem Bahnhof eröffnet. Zu den Gästen gehörten unter anderem IHK-Vizepräsident Matthias Ess, Oberbürgermeister Emaluel Letz und Kreisbeigeordneter Oliver Kohl, Beigeordneter Mirko Helmut Kohl und Bürgermeister Markus Lüttger. Sparkassen-Vorstand Holger Wessling schnitt die leckere Vanillecreme-Torte an und eröffnet symbolisch damit die Aktion. Der 42. Brotpfennig-Marathon von Kirn nach Bad Kreuznach über drei Etappen wird diesmal am Samstag, 28. November, 11.30 Uhr, am Kirner Marktplatz gestartet und führt über drei Etappen über Sobernheim und Niederhausen/Stausee zum Ziel in der Fußgängerzone. In diesem Jahr sind wieder vier regionale Hilfsorganisationen als Begünstigte der Spenden ausgewählt. Erstmals dabei sind die DLRG-Ortsgruppe Bad Kreuznach, das Hebammenzentrum Simmern, das Hans-Schumm-Wohnheim des DRK (Bad Kreuznach/Pfalzsprung) und erneut die Soonwaldstiftung. Die leckere etwa vier Kilo schwere Torte hatte Konditormeisterin Madeleine Andre gebacken. Backwaren für den Verkauf am Bäckerstand, den traditionell die Helferinnen Sigrid Bauer, Ursula Henn und Monika Klussmann zusammen mit dem früheren Landrat Franz-Josef Diel betreiben, gab es von den Bäckereien Wenz, Dhein, Andre, Grünewald, Jost, Lohner, Gmeiner – die leckeren Federweißen dazu spendete traditionell das Weingut Dhom, auch die langjährigen Unterstützer Gerhard Schlau (früher KHS-Geschäftsführer) und Bäckermeister Karl-Heinz Beck waren wieder mit von der Partie.

Bäcker-Innungsobermeister Alfred Wenz (72) sagte zur Frage, wie lange der Traditionslauf mit seinem bisher erreichten Spendenvolumen von 350 000 Euro fortgesetzt werde, traditionell so: „So lang die Füße tragen!“ Den 50. Könne man doch vielleicht schaffen, merkte Johannes Dhein dazu an. Erstmals dabei ist in diesem Jahr das Hebammenzentrum der Diakonie in Simmern. Tabea Sitrinovich und Lydia Junker sagten uns dazu, dass der vom Land geförderte Förderverein über 100 Frauen betreut und über 300 Hebammenvermittlungen erreicht hat. Mit der stark nachgefragten Netzwerkarbeit wolle man erreichen, dass Schwangere schnelle eine Hebamme finden und diese kurzen Wege haben. Beim DRLG ist man ebenfalls froh, diesmal begünstigt zu werden. Ortsvorsitzender Christian Baum und Ehrenvorsitzender Hajo Hartkopf dankten ausdrücklich. Der knapp 400 Mitglieder starke Verein kümmert sich ehrenamtlich um die Nachwuchsarbeit bildet auch Polizei und Rettungskräfte aus. Alle Einnahmen fließen in die DRLG-Kasse, denn für Material wird immer viel Geld benötigt.  Bei der Soonwaldstiftung um Herbert und Ingrid Wirzius werden aktuell etliche regionale Projekte mit schwer kranken Kindern betreut, die meist über einen sehr langen Zeitraum laufen. Sehr froh sind auch die Verantwortlichen des DRK-Wohnheims Hans-Schumm-Haus im Pflanzsprung. Bei der Eröffnung waren Marathonläufer Rafael Vogel, der schon mehrfach die 42 Kilometer-Strecke mitgelaufen ist, und Wohnheim-Leiterin Anja Bäder mit dabei. Die 44 Bewohner und 35 ambulant betreute Frauen und Männer wünschen sich eine Tischtennisplatte für draußen.

So wäre es schön, wenn die Spenden reichlich sprudelten. Ein gutes Beispiel gab es schon beim Auftakt. Metzgermeiste Theo Geib, der der Aktion sehr verbunden ist, spendete nach Absprach mit seinen früheren Mitarbeiterinnen die Kaffeekasse mit rund 800 Euro, weil es vier regional tätigte Projekte sind. „Das Beispiel sollte Schule machen,“ merkte Alfred Wenz dazu erfreut an.

Foto:Armin Seibert