Ehre für die Besten der Besten

Landes- und Bundessieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks ausgezeichnet

Region Nahe/Hunsrück. Die Besten der Besten auf der Karriereleiter auf dem Weg nach oben. So würdigt der Vorsitzende Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Rhein Nahe Hunsrück, Alfred Wenz,  die Landes- und Bundessieger im Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks. Junghandwerker, Eltern, Freunde, Ausbilder wurden von HwK-Geschäftsführer Bernd Hammes, Alfred Wenz und Kreishandwerksmeister Simon Henkel zur Urkundenübergabe im Bonnheimer Hof in Hackenheim begrüßt.

Sozusagen als Ehrengast war Ben-Luca Franzmann (Allenfeld), WM-Fünfter und Exzellenz-Medaillengewinner im Gesellenwettbewerb der Maler und Lackierer in Bozen dabei. Der ehemalige Landes- und Bundessieger skizzierte kurz seinen Werdegang und diente Alfred Wenz als leuchtendes Beispiel. „Da hab ihr gehört, wie es geht. Packt es an“, ermunterte er die Landessieger/innen im Leistungswettbewerb.  Diesen gibt es bereits seit 1951 mit inzwischen 130 Gewerken. Die frisch ausgelernten Handwerkerinnen und Handwerker müssen sich auf Innungs-, Kammer-, Landes- und schließlich auf Bundesebene behaupten im Wettbewerb unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Wenz dankte dabei auch der Handwerkskammer, die die Landessieger mit einer Prämie unterstützen. Stolz könnten auch die Ausbildungsbetriebe auf ihre ehemaligen Lehrlinge sein.

Bernd Hammes, HwK-Geschäftsführer und Leiter der Aus- und Weiterbildung, sagte den erfolgreichen Landes- und Bundessiegern weitere Unterstützung der Innungen und der Kammer zu. Er erwähnte die Begabtenförderung (8000 Euro, die nicht zurückgezahlt werden müssen) und das Aufstiegs-BAföG. Bei landesweit 54.000 Handwerksbetrieben mit 19.000 Lehrlingen und 257.000 Mitarbeitern habe der Kammerbereich Koblenz und die Region Nahe-Hunsrück überproportional gut abgeschnitten, freut sich Hammes. Das Ausbildungs- und Weiterbildungszentrum in Bad Kreuznach werde nach der Corona-Pause wieder eine wichtige Rolle bei der Nachwuchsförderung spielen.

Auch Kreishandwerksmeister Simon Henkel war voll des Lobes. Als Handwerker und Betriebsleiter fühle er sich unter den besten der besten „sauwohl“. Die Sieger könnten sehr stolz auf ihre Leistung sein. Sie hätten eine fürs Handwerk durchaus „gewöhnliche“ Arbeit außergewöhnlich gut gemacht.

Bei der Übergabe der Urkunden fanden Bernd Hammes, Alfred Wenz und der neue Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Martin Partenheimer, lobende und persönliche Worte für die teils weit nach Hackenheim gereisten Landes- und Bundessieger. Die weiteste Anreise hatte Silberschmiedin Anna Denkel (Koblenz), die nach erfolgreicher Lehre bei Thomas Heinz (Steimel) inzwischen in Ashford im englischen Kent arbeitet. Bei „Ottewill Silversmith“ werden unter anderem Pokale (der Siegertrophäe für die Damen-Fußballweltmeisterschaft) und Schmuck fürs englische Königshaus gefertigt. Weit angereist war auch die Bad Kreuznacherin Merle Soukup, die als Landessiegerin und Othopädiemechanikerin nach der Lehre bei Tosten Schleich (Langenlonsheim) inzwischen in Lübeck arbeitet. Geehrt wurden auch Goldschmiedin Sophie Ropertz (Bad Neuenahr, Ausbildungsbetrieb Rolf Schneider, Mayen), Konditorin Savannah Schmitt (Mermuth, Ausbildungsbetrieb Heinrich Jürgen Dhein, Argenthal), Land- und Baumaschinenmechatroniker Johann Röhr (Kleinich, Ausbildungsbetrieb Blümling Baulogistik Sohren) und der Landes- und  Bundessieger Präzisionswerkzeugmechaniker Constantin Forster (Meisenheim, Ausbildungsbetrieb K.-H. Müller, Sien). Nicht anwesend waren Edelsteinfasserin Luba Martinov (Idar-Oberstein, Ausbildungsbetrieb Mayer, Idar-Oberstein) und Kosmetikerin Isis-Amelie Richardson-Wilson (Lautzenhausen, Ausbildungsbetrieb Angela Thomas Büchenbeuren). Foto: KHS RNH/Armin Seibert

Fotos: KHS RNH/Armin Seibert