10500 Euro für drei Hilfsorganisationen

Bad Kreuznach/Kirn. „Alle Jahre wieder…“ könnte man in Anlehnung an die bekannte Weihnachtsweise ein Loblied auf die Bäckerinnung singen. Denn die muntere Truppe um Innungs- und Kreishandwerksmeister Alfred Wenz lädt traditionell nach vollbrachtem Marathonlauf von Kirn nach Bad Kreuznach (diesmal rekordverdächtige 70 Läufer) zur Spendenübergabe beim Hauptsponsor ein. Das war diesmal die Volksbank Rhein-Nahe Hunsrück, die sich traditionsgemäß mit der Sparkasse abwechselt. Volksbank-Vorstandsvorsitzendem Patrick Miljes war es vorbehalten, auf der leckeren großen Torte, die Konditormeisterin Andre (Waldböckelheim) gebacken hatte, die Gesamtspendensumme von stolzen 10500 Euro mit Zuckerguss per Spritzbeutel aufzutragen. 7700 Euro hatte die Innung mit Backwarenverkauf und Einzelspenden aufgebracht, die Volksbank stockte auf den gut durch drei teilbare Summe auf. Das Geld kommt diesmal zu gleichen Teilen dem Förderverein Lützelsoon um Ingrid und Herbert Wirzius, der Interplast Sektion Bad Kreuznach um André Borsche und dem Frauenhaus Idar-Oberstein um Andrea Konrad-Allmann und Karla Quint zugute.

Mit jeweils 3500 Euro kann man viel Gutes tun. So ging Herbert Wirzius kurz auf aktuelle Projekte ein, berichtete von 700 Weihnachtsgeschenken für arme Kinder, die unter anderem von einem Schornsteinfeger ins Haus gebracht werden, von einer erfolgreichen biblisch-musikalischen Weinprobe mit 250 Teilnehmern, bei der sich der Kirner Abi-Jahrgang für die Abifeier etwas verdient habe. Auch das Westwind-Filmprojekt für Bundeswehrkinder in Not laufe über die Soonwaldstiftung. Andre Borsche lobte das tolle Gemeinschaftswerk des Brotpfennigteams um Motor Alfred Wenz, der sich bekanntlich jetzt als Botschafter der guten Tat für die Soonwaldstiftung engagiert. Borsche berichtete von einem Operations-Hilfseinsatz in Mozambique, wo die Rekordzahl von 14 Ärzten als „Urlaubsbetätigung“ pausenlos operierte. Andrea Konrad-Allmann dankte herzlich für die erstmalige Berücksichtigung des Frauenhauses, das seit Gründung 1986 in fast 40 Jahren etwa 1000 Frauen und doppelt so vielen Kindern geholfen haben. Die Hilfe höre nach dem Auszug der oft von Gewalt betroffenen Frauen nicht auf, man unterstütze bei der Wohnungssuche, und der ein oder anderen Frau sei es gelungen, den Führerschein zu machen.

Bei Alfred Wenz und seinem Helferteam kamen diese Dankesworte gut an. Wenz sagte: „Das ist wie Weihnachten, wenn man viel hat und etwas abgeben kann.“ Er persönlich hat auch mal wieder sein Obermeistergehalt von 100 Euro monatlich in den Spendentopf getan. Wenz dankte herzlich allen Mitwirkenden, etwa dem unermüdlichen früheren Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Gerhard Schlau, und Servicemann Manni Lorenz (beide wie Wenz Jahrgang 1954). Das Trio versprach: Wir machen weiter mit, solange die Füße tragen. Ein Lob ging auch an Vorstandsmitglied Karlheinz Beck, den früheren Landrat Franz Josef Diel und die Brotverkäuferinnen aus Heimweiler, ohne die die dreitägige Verkaufsaktion in der Fußgängerzone nicht möglich wäre.

Volksbank-Vorstand Patrick Miljes sagte, das Engagement für den Brotpfenniglauf sei eine Herzensangelegenheit für das Geldinstitut, das sich in der Vorweihnachtszeit darüber hinaus mit einer online-Wunschbaumaktion an benachteiligte Mitbürger wendet. Diesmal gibt es für 110 Empfänger teils ansehnliche Unterstützung wie beispielsweise ein Weihnachtsessen passend zum Thema „Alle Jahre wieder“.

Foto: Kreishandwerkerschaft/ Armin Seibert