Die Gesellenprüfung 2020 der Friseure fand trotz Corona-Pandemie wie gewohnt, aber mit angepassten Hygieneregeln statt. Seit dem 4. Mai 2020 arbeiten die Friseurbetriebe unter erschwerten Bedingungen, was ihnen Mehrkosten, etwa für Einwegartikel wie Umhänge, und Mehraufwand, etwa durch Desinfektionen oder Terminvergabe, auferlegt.

Mit Beginn der gesetzlichen Lockerungen haben Matthias Dietz, Obermeister der Friseur- und Kosmetiker-Innung Rhein-Nahe Hunsrück und der stellvertretende Obermeister Hans-Peter Lewisch (zugleich Prüfungsvorsitzender) ein Konzept für die Abschlussprüfungen entwickelt. Weil an lebenden Modellen gearbeitet wird, unterliegen die Gesellen- und Meisterprüfungen denselben Corona-Regeln wie die Friseur- und Kosmetiksalons. Da war es von Vorteil, dass die Friseure die mobilen Bedienungsplätze statt im Friseurraum, in der Bauhalle der Kreishandwerkerschaft nutzen konnten. Damit war die Einhaltung der Abstände problemlos möglich. 

Jeder Prüfling musste seine Modelle in seinem abgegrenzten Bereich „bearbeiten“ und Anwesenheitszeiten selbst dokumentieren, damit im Falle eines Falles eine Kontaktnachverfolgung möglich wäre. Diese Dokumentationsverpflichtung ist eine unbeliebte, aber gelebte Praxis in jedem Salon.

Ungeachtet dieser widrigen Umstände haben alle 14 Prüflinge ihre praktische Prüfung bestanden.
 Zwei von ihnen mit der Note 2, sodass diese Auszubildenden am Landesentscheid der Friseure in Koblenz teilnehmen dürfen. Dafür wünscht die Friseur- und Kosmetikerinnung Rhein-Nahe-Hunsrück den Teilnehmern schon jetzt alles Gute.

Einen großen Dank richtet die Innung an die Kolleginnen der Kreishandwerkerschaft und an die Obermeister der Elektro- und Sanitärinnung, Rolf Steffen und Simon Henkel, die bei der Einrichtung der Bauhalle behilflich waren. 

Quelle: Patrick Mayer
Hauptgeschäftsführer 
Kreishandwerkerschaft Rhein-Nahe-Hunsrück 

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